Samstag, 18. März 2017
Messealltag
Die effiziente Beleuchtung lässt keine Schatten zu.
Die wenigen Menschen schauen durch mich hindurch und ich bin unfähig ihre Blicke einzufangen.
Deshalb gehe ich regelmäßig auf's Klo um mich im Spiegel zu vergewissern, daß ich wirklich da bin...

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Montag, 13. Februar 2017
Richtig Gut!
Die Tage schweben an mir so ganz anders vorbei als ich es bisher in meinem Leben gewohnt war. Ich beginne den Moment zu erleben, der ehrlich gesagt doch das einzige von Bedeutung ist.
Mein Blick in die Vergangenheit ist ein Anderer, wie genau kann ich noch nicht in Worte fassen.
In die Zukunft schaue ich nicht mehr mit einem kleinen Fernrohr, das verzweifelt den Horizon abtastet sondern genieße die Weite. Ich weiß es ist nur der Anfang, ich streife quasi die unendlichen Möglichkeiten meines Lebens aber es fühlt sich jetzt schon gut an, richtig gut.

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Dienstag, 17. Januar 2017
Reaktion
Wenn ich nicht nach innen sehen will passieren außen Katastrophen. Ob ich derjenige bin oder mein Gegenüber der zum Blick nach Innen nicht fähig ist, ist völlig egal und dient nur der überflüssig, kindischen Schuldklärung. Keiner weiß hinterher wann oder warum aber irgendwann verendet der Dialog in Reaktionen auf Reaktionen auf Reaktionen, die in uralte Neurosen und Kindheitstraumata eingewickelt sind.

Am Höhepunkt verpufft das Ganze mehr oder weniger Lautstark und Emotional und hinterlässt uns mit ratlosen Gesichtern. Meistens wird es still für eine bestimmte Zeit, dann vorsichtig und irgendwann mit einem erleichterten wir-haben-uns-doch-alle-lieb wieder normal. Dass ich inzwischen erkenne was passiert, ist zwar ganz nett aber mittendrin nicht sonderlich hilfreich. Hinterher jedoch sehr. Beim Klären, erklären und ein bisschen verstehen.

Mein Ziel ist ganz einfach. Am Anfang des ganzen Theaters einfach das tun was jeder tun will, entweder herzhaft über sich selbst lachen oder mein Gegenüber in den Arm nehmen.
Am besten einfach Beides.

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Sonntag, 25. Dezember 2016
Oh! Tannenbaum...
Und wie jedes Jahr finde ich mich wieder, eingepresst in Vorstellungen und Erwartungen aus denen ich mich nicht befreien kann. Zu beschäftigt damit ein subtiles Gleichgewicht zu halten zwischen qualvollem Ersticken und unkontrolliertem um sich schlagen.

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Dienstag, 29. November 2016
Licht und Schatten und so...
Schreiben! Manchmal überkommt mich das Bedürfnis nach schreiben um dem Denken zu entkommen. Dann geht es los und sobald die ersten Worte geschrieben sind drängt in mir ein tiefes Bedürfnis nach erleben, einfach machen, Grenzen sprengen, neues ausprobieren, tun, tun, tun. Und wenn dann sofort wieder das Denken beginnt fallen mir tausend Ausreden ein, mich selbst vom "Einfach Machen" abzuhalten.
Doch so lange sogar mein einfaches Schreiben nicht frei sein kann wie soll es dann mein Leben sein?
Alles von mir immer wieder in Frage zu stellen kotzt mich zunehmend an. Es zu verdrängen und zu ignorieren fiel leichter, es war ein latentes Unwohlsein im Spiel, es gab tagelange Depressionen aber fiel ehrlich gesagt leichter. Das Richtige ist nicht immer das Einfache. Das Ziel ist für mich gesteckt und ich werde mich auch nicht mehr davon abbringen lassen, trotzdem muss ich mich manchmal bei mir selbst auskotzen.
Licht und Schatten und so...

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Donnerstag, 24. November 2016
mehr wird weniger
Reden, schreiben, reden, reden, schreiben, denken und am Ende bleibt ein konfuser Brei aus ausgekotzem Altem, Neuem und Fremdem, ein zähes und ekliges Etwas, dass zuckend vor mir liegt.
Trotzdem oder gerade Deshalb stürze ich mich darauf und verschlinge alles in einem Zug unter Würgen und Brechreiz, schlucke und schlucke auf Teufel komm raus, zwänge alles in meinen Bauch, in meinem Darm, lasse Arbeiten, atme meinem Bauch zu einer Schrottpresse und lasse meinen Darm die Essenz extrahieren bis ich den ganzen Scheiß und Mist, den ganzen Dreck aus mir herausdrücken kann.
Schon wieder.

...und dann kommt der wichtigste Mensch in meinem Leben, liest und schreibt zu diesen Worten einen kleinen Satz und ich wache auf und schreie befreit in mich hinein:

"Lass das ausgekotzte einfach liegen"

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Sonntag, 6. November 2016
Hä?
Es drängt mich zu schreiben. Ist das nicht ein fantastisches Satzgebilde? Klingt intellektuell verschroben und dabei doch genug hipsterig um der Zielgruppe das Gefühl zu geben Teil etwas Erhabenem zu sein. Dativ, oder? Auch gut, des Effektes wegen inkl. weggelassener Präposition. Versteht mich eigentlich noch einer?
Ich verstehe mich selbst oft genug nicht und dann kommt eben mein Anfangssatz ins Spiel. Genau dann drängt es und dann sortiere ich den Haufen und finde was und bin hinterher recht erstaunt über das Gefundene. Meistens wenigstens.

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Dienstag, 25. Oktober 2016
Ruhe
Ich will aufstehen,
die Bilder aus meinem Kopf erleben
und in der Ruhe danach baden

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Donnerstag, 6. Oktober 2016
Scheißding
Während man fröhlich pfeifend mit riesen Schritten nach vorne hüpft, von lange hinter sich Gelassenem lautstark überholt werden.
Scheint ein ganz fieser Tick des Universums zu sein. Wahrscheinlich auch noch nicht so ganz mit sich im reinen, das Ding, wer weiß. Will man nicht, braucht man aber hin und wieder. Dann hält man einfach an, glotzt blöd, kotzt sich aus und geht wieder los. Am Anfang eher ohne pfeifen und hüpfen aber das ist egal, hauptsache weitergehen.
Und meist viel schneller als man denkt sieht man das lange hinter sich Gelassene rauchend, klappern am Rand liegen, schüttelt den Kopf über das hässliche, unscheinbare Häufchen und hüpft fröhlich pfeifend weiter.
Irgendwann, das weiß ich ganz sicher, werde ich das rauchende, klappernde Scheißding zerfetzten, mit Benzin übergießen und abfackeln.

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Dienstag, 6. September 2016
Freiheit
Immer wenn man nicht darf hat man am meisten Lust. Das ist das schwierige Paradoxon der Freiheit und das ist auch der Grund warum wahre freie Menschen so unglaublich selten sind.

Lust haben auf die Freiheit des Handelns an für sich und damit Lust auf alles. Wodurch entstehen die Zwänge? Geld, Moral, Rücksicht, Angst alles Vetorechte auf den ersten Impuls der authentischen Handlung. Das dicke Ego versperrt die Sicht, macht bewegungslos oder treibt einen zu Taten, die nur dazu Dienen es weiter zu verfetten oder am vergehen zu hindern. Das zu hinterfragen ist der Anfang der Ego Diät, abmagern, aushungern ohne Genuss zu vermissen sondern neue, viel feinere, tiefere und wildere Genüsse zu entdecken.

Freiheit füttern, Ego vergiften! Schreibt das auf riesige Transparente und tragt sie nackt durch die Fußgängerzone.

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