Montag, 21. Juni 2021
Zweifel
Da ich die Welt nicht mehr verstehe kann ich auch nichts mehr über sie schreiben.
Bleibt stattdessen alles um mich oder die Menschen im Nahen.
Ach, oder vielleicht einfach ich.

Ich fühle mich nicht anders als vor Wochen oder gar Monaten, ein hin und her zwischen Aufbruch und Abbruch, scheißegalem ignorieren und verzweifeltem (überflüssigem) Aktionismus.

Der Sommer lenkt mich ab, die Menschen scheinen auch langsam die Schreihälse der Politik nicht mehr ernst zu nehmen.
Jetzt mache ich die ersten Termine seit 9 Monaten auf meine Homepage und versuche die Zweifel am stattfinden zu ignorieren...

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Montag, 7. Juni 2021
Dichter...
Die Frage einer Freundin: Wie würdest Du Deine Kunst oder Dich als Künstler bezeichnen, Dichter?

An meine Antwort erinnere ich mich nicht mehr, dafür an die angestoßene Kopfspirale. Natürlich würde ich mich gerne Dichter nennen, doch ob ich jemals genügend Selbstzweifel ablege um das zu tun, keinen Ahnung.

Von Anderen werde ich diese Auszeichnung jedoch jederzeit gerne annehmen :)

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Sonntag, 18. April 2021
Hmmmm

Text ©Frank Hummel

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Samstag, 27. März 2021
Ziellos
Eine fehlende Perspektive bzw. ein fehlendes Ziel ist das, was mich im Moment träge und verstimmt macht.
Ich weiß nicht worauf hin ich arbeiten soll, ich sehe keine rosige Zukunft wie noch Anfang 2020, ich sehe das Gegenteil.

Mir fehlt der Wille mich für mehr Reichweite dem System, das ich so hasse, anzubiedern, anders scheint es aber nicht möglich bzw. ich wüsste im Moment nicht wie. Es ist doch um einiges schwieriger als ich dachte die Gesellschaft von Innen ändern zu wollen oder um es etwas weniger Größenwahnsinnig auszudrücken, wenigstens einen klitzekleine Einfluss oder auf ein paar Wenige sogar eine richtungsändernde Wirkung zu haben.

Die Gefahr der symbiotischen Bequemlichkeit ist viel zu hoch und die dauernd geforderte Wachsamkeit viel zu anstrengend.
Beides nicht als Gefahr sondern als Herausforderung zu betrachten wäre allerdings endlich wieder motivierendes Ziel und langfristige Perspektive...

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Samstag, 6. März 2021
Hinterrücks Egal
Die Deutschen führen Krieg, der Gegner heißt Corona und wozu wir Deutschen im Krieg fähig sind ist hinlänglich bekannt.
Stramm und folgsam, versteckt hinter Alternativlosigkeit, egoistischem Solidaritätsgetue und Führer Befehlen!
Die FFP2 Maske beim sonntäglichen Spaziergang zur Schau getragene Linientreue.
Zum "Bleib gesund" Abschied fehlt nur noch eine ritualisierte Handbewegung.

Aber halt Stopp!
Die Deutschen retten Leben.

Im zwei Tonner zum Discounter um die Ecke
Erst kiloweise billig Fleisch
vom glücklichen Polen aus dem glücklichen Schwein mit Liebe filetiert.
Dazu glänzendes Monsanto Obst und Gemüse
vom dankbaren Flüchtling unterm wohlig warmen spanischen Plastikhimmel fröhlich geerntet.
Danach noch ein paar Schwermetall Textilien
von stolzen pakistanischen Frauenhänden in,
durch die abwechlungsreiche Tätigkeit ruckzug vergehenden,
achtzehn Stunden Schichten korrekt bezahlt genäht.
Und vielleicht noch etwas elektronisches,
der Chinese arbeitet doch so gerne bis zum Umfallen.

Aber halt Stopp!
Die Deutschen retten Leben.

Am liebsten ihr Eigenes und das der Allernächsten
Anderes ist ihnen vordergründig wichtig
und hinterrücks egal!

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Sonntag, 17. Januar 2021
Opfer
„…alle Dinge, für welche wir Opfer gebracht haben, sind im Recht.
Letzteres erklärt zum Beispiel, weshalb ein Krieg, der wider Willen des Volkes begonnen wurde, mit Begeisterung fortgeführt wird, sobald erst Opfer gebracht sind.“
Friedrich Nietzsche
„Menschliches, Allzumenschliches“ „229-Maß der Dinge bei gebundenen Geistern.“

Und damit ist die derzeitige Situation auf den Punkt gebracht.
Der „gebundene Geist“ wird sich niemals eingestehen, dass die Opfer unnötig und überflüssig waren, das Begeisterte immer extremere Opfer bringen bis zum erlösenden Zusammenbruch bleibt der einzige gangbare Weg.

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Mittwoch, 6. Januar 2021
Punkte
Wendepunkte, Endpunkte, Startpunkte, wir brauchen diese Zeitpunkte um uns eine Möglichkeit zum Wechsel bzw. zur Änderung einreden zu können.

Der Kalender und das Leben sind dankenswerterweise vollgestopft damit. Die Euphorie dieser Momente hält uns meist bis zum Nächsten über Wasser.
Oft auch nicht, doch dann zieht uns die Hoffnung durch den Dreck bis zur nächsten Selbstillusion.

Suchtverhalten genau betrachtet, Abhängigkeit.
Darum verstehen sich die Meisten und darum ist das entgegengebrachte Unverständnis für die Ausgerissenen so vehement, sind sie doch eine permanente Erinnerung.

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Montag, 21. Dezember 2020
Angst

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Montag, 30. November 2020
Wochenendlichkeit
Heute Montag, nach drei Tagen Zusammensein mit Freunden.
Richtigen Freunden, vielleicht fürs Leben, vielleicht nur eine temporäre Überdeckung der Lebensumstände, was aber im Angesicht der wunderbaren Tiefe der Augenblicklichkeit völlig irrelevant ist.

Heute Montag bin ich alleine und fühle mich ungeschützt den Widrigkeiten des brutalen und kaputten gesellschaftlichen Lebens ausgesetzt, muss mich absondern, einhüllen in mich selbst um die Verletzlichkeit der wochenendlichen Offenbarungen nicht zur Ausgeliefertheit nach außen zu präsentieren.

Die Schakale riechen Verletzlichkeit und geifern nach Blut um die eigene hässliche Fratze innerlich mit mir auszugleichen.
Für ein weniger misanthropisches Bild fehlt mir im Moment das Vertrauen und ich bin froh über diesen Tag Auszeit bevor ich mich wieder durch die aus monetärem Zwang notwendige Selbstgeißelung quäle.

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Samstag, 21. November 2020
Todsicher
Woher oder Warum diese panische Angst vor dem eigenen Tod oder dem eines geliebten bzw. nahestehenden Menschen, die so offensichtlich in dieser Corona Zeit überall zu Tage tritt.
Wir sterben.
Das ist eine unumstößliche Tatsache.
Nach der Geburt ist dies das nächste todsichere Ereignis.

Scheinbar ist es heute nicht OK. Morgen auch nicht. Übermorgen? Oder nächstes Jahr? Wann? Wann ist der Tod richtig, wann darf er kommen?

Es scheint mir, je weniger ein Mensch lebt, je weniger er aus sich heraus handelt, desto aggressiver die Angst vor dem Tod.
Handlungen werden aufgeschoben, morgen, irgendwann, es bleibt ja Zeit, das „Carpe Diem“ Wand Tattoo reine Dekoration.

Wer macht Euch glauben, dass das was ihr heute nicht könnt, Morgen können sollt?
Wie kommt ihr auf diese Schwachsinnige Idee?

Jetzt oder lasst es, aber tut nicht so als wäre der Tod eine Überraschung…

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